Die Trierer Apokalypse (StB Trier, Hs 31 4°)
Michael Embach
Die Trierer Apokalypse (StB Trier, Hs 31 4°)
"Die 'Trierer Apokalypse' ist bereits in der Zeit um 800 entstanden und gehört ausserdem zu den berühmtesten Handschriften des Mittelalters. Neben dem Text der Apokalypse enthält der Kodex 74 bildliche Darstellungen. Diese Miniaturen sind von grosser Bedeutung für die Kunst des Mittelalters. Sie liefern ausserdem den ältesten erhaltenen Bildzyklus zur Geheimen Offenbarung des Johannes in einem Buch. Als Vorlage wurde in diesem Fall eine Handschrift aus der Zeit um 500 verwendet, die sich nicht erhalten hat. Somit erfüllt die 'Trierer Apokalypse' eine wichtige Brückenfunktion. Sie gibt zu erkennen, wie die Geheime Offenbarung in der späten Antike und im frühen Christentum illustriert wurde und sie offenbart zudem auf historisch getreue Art den Archetyp dieser Illustration. Die kostbare Handschrift ist vermutlich in Mittel- oder Nordfrankreich entstanden. Auf Wegen, die sich nicht mehr rekonstruieren lassen, gelangte sie in die Trierer Benediktinerabtei St. Matthias. Heute aber bildet die 'Trierer Apokalypse' einen der absoluten Höhepunkte in der neuen Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier"--
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