[Un]erwartet
Ulrike Groos, Eva-Marina Froitzheim
[Un]erwartet
System und Ordnung, Zufall und Chaos sind zwei Seiten einer Medaille. Für beide steht der Würfel, dessen Form Mass und Wiederholung, aber auch Unberechenbarkeit und das Spielerische beinhaltet. Würfel und Zufall spielen in der Kunst eine wichtige Rolle. Die Sonderausstellung "[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls" im Kunstmuseum Stuttgart zeigt die Bedeutung des Zufalls als gestaltende Kraft in der Kunst seit 1920 bis heute auf. Peter Lacroix beispielsweise hat Werkkomplexe nach dem Diktat des Würfels entwickelt. Der Umgang mit dem Zufall bedeutet eine Lust der Kunst am schöpferischen Spiel mit festgelegten Elementen, aber auch Materialien und gefundenen Objekten. Die Surrealisten um Max Ernst kamen in Frottagen und Collagen dem Zufall auf die ästhetische Spur. Konkrete Künstler wie François Morellet, Manfred Mohr durchbrachen den systematischen Ansatz ihrer Kunst durch Einbeziehung des Zufalls über den Computer. Niki de St. Phalle experimentierte mit der Gewalt des Feuers in Schuss- und Brandbildern.
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